#Springvibes

Friedrich Hölderlin „Der Frühling“       

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
Wie eine Pracht, wo Feste sich verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

Ludwig Uhland „Frühlingsglaube“

Die linden Lüfte sind erwacht, sie säuseln und wehen Tag und Nacht,

sie schaffen an allen Enden. O frischer Duft, o neuer Klang!

Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,

man weiß nicht, was noch werden mag,

Das Blühen will nicht enden. Es blüht das fernste, tiefste Tal:

Nun armes Herz, vergiss der Qual! Nun muss sich alles, alles wenden.

Mai , der Frühling ist in voller Blüte und der Lockdown in Deutschland wegen dem Corona-Virus ist beendet. Das Leben erwacht wieder mit all den positiven und negativen Aspekten, die dazugehören. Die Sonne wird von Tag zu Tag wärmer, die Natur ist trocken und sehnt sich nach Regen. Farben leuchten, egal wohin das Auge sieht. Der liebliche Geruch von Flieder liegt in der Luft, eine lila und weiße Blütenpracht an jedem Ast. In den letzten Wochen sind aus dem gelben Löwenzahn auf den Wiesen weiße Pusteblumen geworden, die ihre Köpfe in die Luft strecken und förmlich darauf warten, dass wir sie in die Hand nehmen, die Samen wegpusten und uns etwas wünschen, in der Hoffnung das es sich erfüllt. Für einen kurzen Moment sich wie eine Fünfjährige fühlen, die unbeschwert die Welt entdeckt, in der sie lebt. Wer macht das nicht und liebt die Leichtigkeit des Moments, indem man pustet und die kleinen Samenstränge in die Luft fliegen und davon schweben.

Frühling

Wolken Wände brechen auf
die Sonne kommt wieder
öfter zum Zug
ein blauer Himmel
nimmt den Druck
die Last
auch die Vögel wirken
erleichtert
im Flug.

Hans-Christoph Neuert

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